original english recipe / pattern

Da ich immer wieder gefragt werde, hier endlich das Rezept für meinen Cyclone Hat auch auf deutsch. Er ist im Grunde ziemlich einfach, von daher hab ich nie dran gedacht den zu übersetzen, aber hier kommt er.

Zuallererst, kennt ihr dass wenn ihr nen Pullover anzieht, also die Ärmel oder ne Hose, und die Beine oder Ärmel verdreht sind? Und ihr dann nicht durch kommt? Genauso funktioniert #cyclonehat.

Ja im Grunde echt so einfach.

Das wundervolle an dieser Mütze sind gleich mehrere Sachen: sie ist zum Wenden geeignet, also zwei in eins, whoop. Dann ist sie dadurch natürlich wärmer, was euch erlaubt auch mal dünnere Wolle zu nutzen, was ja manchmal schön ist um bestimmte Muster zu verwenden. Und wärmer, doppel-whoop.
Ausserdem müsst ihr weder abnehmen noch zunehmen, was dann eben auch wieder mega ist um auch mal lace Muster zu verwenden, weil ihr die eben nicht umrechnen müsst.

Und wie ihr schon gemerkt habt, dadurch dass die Mütze ein Rezept ist, schreit sie förmlich danach, dass ihr eure Fantasie anknipst. 🙂 Also hier sind euch echt keine Grenzen gesetzt, Ringel, Noppen, einfache Lochmuster, ultra komplexe Lochmuster. Wollmix. Alles kein Problem.

Und die Größe? auch für jeden den ihr bestricken wollt geeignet. Das ist das gute an diesem Rezept, ich erkläre euch wie es funktioniert, und ihr macht.

cyclone hat a new design

Wie macht man sie denn nun?

Zuallererst mal den Kopfumfang von dem Kopf messen, den ihr bestricken wollt. Und dann 1-2 cm abziehen, damit die Mütze auch nicht zu locker sitzt. Auf englisch heißt das negative ease, was einfach heißt, dass etwas Spannung da sein soll.
Ich zum Beispiel, für meinen Kopf nehme immer 54 cm, weil mein Kopf 56cm Umfang hat.

Dann zur Wolle, die sollte echt nicht zuuu dick sein, wir wollen oben am Kopf eine schöne Drehung bekommen und dazu muss das Gestrick auch locker sein, was mit dicker Wolle oft schwierig wird. Mit mega großen Nadeln klappt das natürlich trotzdem 😉 müsste man halt mal ausprobieren, denkt aber dran, dass dicke Wolle auch sehr dick und warm sein kann, hihi.

Und nun zur Krux. Ihr müsst Maschenprobe. Ja müsst ihr. Für ne Mütze, echt? Ja.

Sie soll ja passen und dazu ist es gut zu wissen wie ihr bei eurer Wolle, mit eurer Nadel wieviele Maschen auf 10 cm strickt. Das macht die Mütze aber eben auch so wunderbar vielseitig. Ihr seid eben null begrenzt in der Auswahl eurer Ideen. Und viel wichtiger, ihr müsst auch nicht meine Maschenprobe treffen. Was, wie wir alle wissen immer fürn Arsch ist. Ihr braucht halt eure.

Also Maschenprobe. Los. (gesetz dem Fall ihr habt ne Wolle zur Hand von der ihr schon wisst wie viele Maschen ihr auf 10 Breite strickt, dann könnt ihr euch das natürlich sparen)

cyclone hat a new design

Weiter im Text: ihr habt jetzt also eure Maschenprobe (yay!!) und ihr habt den Kopfumfang vom zukünftigen Mützenkopf. Dann Dreisatz, easypeasy.

also Maschen pro 10 centimeter * Kopfumfang in cm / 10

  • Beispiel, Mapro von 22 und Kopf von 54, heißt ihr braucht 118,8 Maschen für euren Kopf, jetzt kommt es auf euer Muster an und ihr packt halt eine oder zwei Maschen drauf oder eben runter, damit der Mustersatz auch aufgeht. Ein 2×2 Rippenbündchen klappt bei 118 Maschen nicht, bei 120 Maschen dafür wunderbar 🙂

Und jetzt geht das Gestricke los. Mit provisorischem Maschenanschlg nehmt ihr dann eure errechnete Maschenzahl auf. Als provisorischen mache ich hier am liebsten (weil für mich am einfachsten) einfach eine Häkelkette auf meine Stricknadeln. Mit genau der Maschenzahl die ich brauche und irgendwelcher Restwolle. Und wechsle dann zu meiner eigentlichen Wolle. Dann einfach in dem Muster, das euch so vorschwebt. Zum Bespiel glatt rechts. Und das ganze dann einfach immer grade aus, bis ihr eine Länge von etwa 20-25 cm habt. Diese Länge sollte lang genug sein um locker vom Scheitelpunkt bis unter die Ohren gehen.

Jetzt kommt das Bündchen, das könnt ihr jetzt so gestalten, dass es auf späterer Vorder- und Rückseite der Mütze zu sehen sein wird, oder nur auf einer. Ich mach für Bündchen an Mützen gerne 1×1 (1 rechts, 1 links) ich finde das hat dann einfach ne schöne Spannung. Und ich mag meine Mützen etwas enger an den Ohren. Wenn euch das Bündchen lang genug ist, zum Beispiel 10 cm, wenn es eventuell über beide Seiten gehen soll, dann geht es weiter mit der Rückseite, oder anderen Vorderseite (weil Wendemütze!)

Hier könnt ihr jetzt die Farbe wechseln, oder das Muster oder beides. Ich mach gerne beides. Dann hab ich eben wirklich zwei Mützen in einer.

Und wieder einfach grade aus, bis ihr wieder 20-25 cm habt (die gleiche wie oben).

Und nun? nun hab ich einen langen Schlauch. Wie soll der zu einer Mütze werden?

Jetzt kommt der eigentliche Trick. Jetzt strickt ihr noch eine halbe Reihe weiter, nur eine halbe. Damit liegen sich jetzt der Anfang der Reihe (vom provisorischen Maschenanschlag) und das Ende der Reihe (der aktuellen Reihe) genau gegenüber. Das ist im Grunde der Trick. Denn wenn ihr jetzt die Maschen vom Anfang und Ende miteinander vernäht, dann entsteht dadurch automatisch der Twist der Mütze, der die Mütze zu dem macht, was sie so besonders macht. Zum Zyklonen 🙂

cyclone hat a new design
cyclone hat a new design

So, Mütze also Innenseite an Innenseite ineinander stülpen. Jetzt dabei eben drehen, damit beide Enden sich berühren. Die provisorischen Maschen auf eine Nadel tun und die Maschen von beiden Nadeln miteinander vernähen.

Fertig (gut, Enden vernähen noch, aber sonst, fertig)

cyclone hat a new design

Hoffe ihr mögt sie auch so, wie ich.

Hab inzwischen 3 Stück gemacht, alle unterschiedliche Wolle und Dicke und damit alle unterschiedlich einsetzbar.

orange
blau
und eine dicke Grüne, die wie ich eben sehe noch gar nicht verbloggt ist, naja 🙂

Knuff, Diana

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